Freitag, 8. Januar 2016

schaumalhereinkaffeeklatsch: Mama platzt der Kopf



Mütter sind wahre Organisationstalente mit dem Drang zum Perfektionismus, ja Väter auch, aber ich kenne mehr Mütter die das Leben in der Familie regeln. Mein Tag vergeht immer so schnell, dass ich abends denke gar nichts geschafft zu haben. Und dann muss ich mir innerlich immer motivierend vorhalten was ich alles gemacht habe um dann zu sehen, dass doch einiges geworden ist. Nebenbei noch tausend Gedanken wie die Umschulung der Großen, das Verarbeiten dass Baby bald 1 Jahr wird, Klamotten aussortieren ... die To-Do-Liste wird nicht kürzer.

Im Moment befinde ich mich noch in Elternzeit und mein größtes Problem (was heißt Problem, meine Baustelle oder das worüber ich mir den Kopf zerbreche) ist den Haushalt zu schmeißen und die Kinder zu versorgen. Also falle ich morgens aus dem Bett, mache das große Kind für die Schule fertig, wobei sie seit dieser Woche viel selbstständiger ist und schon vor mir aufsteht. Ist die Große aus dem Haus, geht es mit der Kleinen weiter. Dann versuche ich mich schnell fertig zu machen, denn hin und wieder klingelt der Postbote und dem kann ich doch nicht ständig im Schlafanzug begegnen. Geschirrspüler an, Wäsche an, Trockner an, hin und wieder Staubsauger an, gelüftet, Müll raus und Katzenklo. Wenn ich das vormittags geschafft habe ist es gleich Mittagszeit und ich hatte keinen Termin vormittags. Allerdings fühle ich mich da manchmal wirklich wie in einem Teufelskreis, wie Bill Murray in "Und täglich grüßt das Murmeltier", denn ich mache dieses Dinge ja jeden Tag aufs Neue. Natürlich hilft die Familie auch, aber ich bin ja zu Hause und glaube viel mehr zu sehen was gemacht werden muss. Alles schafft man aber eben nicht. Ich würde viel lieber am Tag mit den Kindern spielen, pünktlich Mittag essen, ganz viel raus gehen und dann auch mal Zeit für mich und meine Vorlieben haben. 

Für heute hatte ich mir den Blog vorgenommen, den schiebe ich schon die ganze Woche vor mir her, aber abends schlafe ich ein, also sieht es hier dementsprechend noch aus, außerdem habe ich hier noch eine wüste Spiellandschaft vom Baby was nun nach dem Spielen eingeschlafen ist, kurz vorm Mittagessen.

Ich frage mich oft wie ich das alles vor dem Baby geschafft habe als ich arbeiten war. Es liegt einfach an der Organisation denke ich mir, wenn ich wieder arbeiten bin muss es auch funktionieren, dann lasse ich manches liegen und setze die Prioritäten anders. 

Man wird überall mit perfekten Müttern überschüttet, sei es im Fernsehen oder in den sozialen Netzwerken. Überall sieht man top aufgeräumte Küchen, Mütter die jeden Vormittag spazieren gehen oder Kinderzimmer in denen um die Deko herum gespielt wird. Aber das sind nur Momentaufnahmen und irgendetwas bleibt dafür auf der Strecke. Vielleicht ist die Küche ja auch immer blitze blank und diese Mütter haben, anders als ich, 48-Stunden-Tage, vielleicht sind sie besser organisiert und für sie ist das ein Kinderspiel. Wenn Ihr einen Tipp habt dann her damit, aber eigentlich möchte ich auch nicht perfekt sein sondern nur mehr Zeit. 

So nun ist es halb 12, ich wusel nun durch die Wohnung für ne halbe Stunde und dann gibt es Mittag. Habt einen schönen Freitag und wir lesen uns.

Eure Katharina

Kommentare:

  1. Tipps habe ich leider auch keine. Mir geht es genauso. Ich lasse den Haushalt aber häufig liegen. Jedenfalls alles, was mich nicht megamäßig stört und mache stattdessen etwas mit meinem Sohn. Je älter die Kids werden, desto besser schlafen sie und man ist abends nicht mehr ganz so geschlaucht und schafft es vielleicht sogar mal eine Stunde etwas für sich zu machen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung ;) Dieses Perfekte-Mama-Image finde ich auch ziemlich anstrengend. Man sieht nur die schönen Seiten, aber nicht den eigentlichen Alltag. Schade eigentlich, wäre viel interessanter! ;)
    LG Jil

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  2. Hallöchen, toll geschrieben und so wahr. Mir geht es heut noch so, obwohl ich schon seit einem halben Jahr wieder arbeite. Irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug und an den Tagen, die ich mit meinem Mäuschen daheim bin, hab ich auch ständig das Gefühl ich räume von A nach B, aber irgendwie nicht weg :D. Also zum Beispiel die letzten zwei Tage bin ich lieber mit der Maus spazieren gewesen, damit sie zum einen an die frische Luft kommt und zum anderen ist sie schon wieder erkältet, also nix wie raus. Der Haushalt, wird gemacht wenn sie Mittagsschlaf macht oder irgendwie zwischendrin. Ich würde gern mal einen super Tip von den supermamis hören, aber ich glaube da ist es nicht viel anders. Für die Welt wird auf dem Foto ein Moment gezeigt und ringsherum was wir auf dem Bild nicht sehen können, sieht es vermutlich auch chaotisch, verkrümmelt aus. Also alles in Ordnung. Hauptsache ich genieße die schöne Zeit mit meinem Kind, denn die geht schnell vorüber, aber das Chaos muss jeden Tsg aufs neue gemeistert werden. Lg Chrissi(tini)

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  3. Ach je, glaubt bloß nicht das Märchen von den "Supermamis"!!! So, wie es hier geschildert wird, genau das ist die Realität und ganz normal...Auch ich weiß das aus eigenen Erfahrungen, die zwar schon ein Weilchen zurück liegen, aber immer noch stimmig sind. Mädels, werdet keine Sklavinnen Eures Haushalts, der läuft Euch nämlich nicht weg. Aber Eure Kinder werden groß und dann ist die Zeit, um mit ihnen zu spielen, vorbei. Spannt die Papas mit ein, sofern es geht und glaubt mir, wenn sie da sind, dann geht das....Macht Euch einen Plan, in dem auch Zeit für die Kinder bleibt und verteilt die Aufgaben.... Und wer noch zu Hause ist, weil das Babyjahr noch nicht um ist, macht mal einen Probelauf, so, als müsstet Ihr morgens zur Arbeit. Ich sage Euch, das funktioniert....Vorher solltet Ihr allerdings die Wohnung mal richtig "entkernen", das heißt, von Grund auf aufräumen...Vatis und größere Kinder werden dazu angehalten, ihr "Zeug" selbst wegzuräumen, die schmutzige Wäsche in den Wäschekorb zu legen und bei allem mit Hand anzulegen....Vielleicht gibt es am Anfang ein paar verständnislose Blicke oder gar Tränchen...Egal, die Familie muss zusammenhalten, auch in Punkto Haus, Hof und Garten....Und keine Sorge, wenn mal der Bügelkorb in der Ecke zu einem Wäscheberg mutiert....Es darf ihn geben, wenn er ordentlich in der Ecke steht... In diesem Sinne Köpfe hoch, denn Ihr habt das Schönste auf der Welt, zufriedene Kinder....

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  4. Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an: Es gibt keine perfekten Supermamis....allerdings frage ich mich manchmal, woher die anderen Mütter die Zeit nehmen, ihr Haus so aufgeräumt zu haben, wenn ich mal bei denen Kaffeetrinken gehe...

    Mir geht es ähnlich wie Dir, nur dass ich 1 Teenie habe und 2 Kindergartenkinder, aber denke mal nicht, dass ich was Sinnvolles in den 4h vormittags daheim mache :) Nein...eigentlich nur das Nötigste...Schreiben tue ich dann, wenn ich meine, Zeit dafür zu haben. Lesen tue ich andere Blogs oftmals morgens gegen 5 Uhr im Bett.

    Genieße die Zeit, wo die Kinder noch so klein sind, da kann der Haushalt wirklich mal liegenbleiben (oder Tür zumachen). Später, wenn sie größer sind, wollen sie selbständig sein, alleine spielen, Tür hinter sich zumachen, dann hast Du genug Zeit, um all das nachzuholen, wenn Du wirklich magst ;)

    In diesem Sinne,
    LG Ivi

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  5. Schön geschrieben! Ich muss Monika da auch recht geben. Ich bin, was den Haushalt angeht, sowas von abgehärtet geworden seit ich Mutter bin. An manchen Tagen bleibt man mit den Schuhen am Küchenboden kleben und an anderen steht alles an Ort und Stelle. Mittlerweile schreibe ich mir schon auf, wann ich das Bad gemacht haben oder die Böden gewischt.
    Ihr seht also, jede Mama oder jede Familie kämpft mit den Haushalts- und Alltagsriesen. Mal klappt es gut, und mal eben nicht.
    Was ich wirklich als Tipp geben kann, ist über eine Haushaltshilfe nachzudenken. So teuer ist das gar nicht, wenn man sie nur einmal die Wohe oder alle 14 Tage hat. Der Haushalt ist meist eines der Top Streitthemen bei Paaren und wie ich finde, das überflüssigste und sinnloseste. Manche kostet es vielleicht Überwindung jemanden anderes an seinen Haushalt zu lassen. Was man jedoch an Zeit und Zufriedenheit dazu gewinnen kann, ist immens!

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  6. Oh ja das mit dem Haushalt kennen wir auch. Du weißt ja, ich habe nach der Elternzeit und meiner Rückkehr ins Berufsleben auch ein Weilchen gebraucht, um alles wenigstens halbwegs im Griff zu haben. Und selbst jetzt siehts hier unter der Woche teilweise echt schrecklich aus, weil ich den Großputz immer aufs Wochenende lege. Ich habe ja schon oft genug auf dem Blog darüber geschrieben. Die Muttis bei denen alles Tag für Tag blitzeblank sauber ist, haben entweder eine Wunderwaffe, oder aber sie lassen dafür etwas anderes schleifen. Ich weiß es nicht...solltest du ein Wundermittel finden, lass es mich wissen :-) LG Judith

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  7. Guten Morgen, ich danke Euch für Eure lieben Kommentare und muss feststellen, dass die Welt schon ganz anders aussieht wenn man nur mal darüber gesprochen hat. Besonders am Wochenende, wenn der Freund von sich aus den Backofen einfach mal reinigt und die Große sich Pluspunkte fürs Taschengeld verdienen möchte, ist mein innerlicher Druck weg und ich weiß es ist alles nicht so schlimm wie ich es mir oft einbilde. Es beruhigt auch, wenn man weiß, dass es in anderen Familien auch so ist.
    Das Thema Haushaltshilfe ist mir bekannt und in der Tat gar nicht so schlecht als Vorschlag wenn man wirklich überhaupt keinen Ausweg weiß.Ich wünsche Euch erstmal eine schöne Woche und hoffe wir lesen uns spätestens Freitag wieder :)

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