Dienstag, 4. September 2018

Morgenroutine - organisiert chaotisch


Als ich ein Kind war wollte ich auch mal Büromensch werden. Ich stellte mir vor morgens mit Kaffee und Aktentasche frisch geduscht das Haus zu verlassen und im Auto ins Büro zu fahren. Nun im Büro bin ich gelandet nur der Start in den Tag ist etwas anders :D
Wir alle stehen am Morgen auf und haben einen bestimmten Ablauf. Toilette, Zähne putzen, Frühstücken und raus aus dem Haus. So oder ähnlich läuft es wohl bei uns allen ab, mit ein paar Abweichungen. Bei Familien läuft es gern etwas chaotisch ab, ich denke das liegt daran, dass einige Faktoren aufeinandertreffen die es einfach immer wieder neu zu koordinieren gibt. Oft komme ich schon völlig fertig auf Arbeit an und habe viel zu erzählen so wie heute Morgen.
Seid ihr total durchstrukturiert oder wie verläuft es morgens bei euch?



Ich bin kein Morgenmensch, ich stehe ganz schwer auf, muss aber denn viel Zeit habe auch ich nicht. Mein Wecker klingelt gegen 5, dann noch einmal 5.30 Uhr und dann abschließend 6.00 Uhr. Ich hab mal gehört man sollte gleich zum ersten Klingeln aufstehen, dann startet man besser in den Tag, sehe ich nicht so.
Wenn ich es schaffe vor dem Teenie im Bad zu sein folgt dann die Morgentoilette, sollte das große Töchterchen schon vor mir im Bad sein tausche ich dies mit Tee kochen und Schnitten schmieren. 
Es folgt eine Schüssel Müsli für die Mädels und mich, in der Zwischenzeit kommt das kleine Mädchen aus dem Traumland zu uns. Parallel folgen Absprachen zum Tag, heute zum Beispiel habe ich noch fix einen Zettel an den Lehrer geschrieben. 
Das erste Kind verlässt das Haus und ich habe noch eine Waschmaschine oder eine Ladung Geschirrspüler angestellt, dann habe ich nach der Arbeit nich so viel zu tun. 
Mit dem kleinen Kind wird aktuell viel über das Outfit des Tages gesprochen, wir müssen langsam akzeptieren, dass es morgens etwas kühler wird wenn das geschafft ist pack ich mein Essen für den Tag und wir starten. Noch schnell die Katzen füttern, heute musste ich auch noch ein ausgekotztes Fellbüschel aufwischen, das sind dann so die unkalkulierbaren Sachen. 

Sportlich wie ich bin, HA HA, wollte ich gestern und heute mal wieder mit dem Rad zur Arbeit fahren und das Töchterchen hatte eher Lust auf Kindersitz als auf ihr Laufrad.
Nachdem ich gestern schon ohne Luft im Reifen überstürzt gestartet bin, hatte ich heute nun Luft drauf, packte das Kind und war schon vor dem Start völlig durchgeschwitzt, weil ich noch diskutieren musste, dass wir keine Zeit mehr für eine Runde Super Wings hatten und ich dieses und jenes Spielzeug mitnehmen soll. 
Dass die Maus langsam zu schwer für den Sitz bzw. für mich wird war mir klar, als ich beim Absteigen vom Rad vor dem Kindergarten kurz und wirklich sachte mit ihr zu Boden ging. Keine Sorge es war nicht schlimm, sah nur dämlich aus. 
(Nachtrag, am nächsten Tag haben wir es noch einmal probiert und der Kindersitz war falsch eingestellt, es klappte dann wieder.)
Das Kind im Kindergarten abgegeben ging es wieder aufs Rad und ich schwitzte weiter. Heute Morgen musste ich dann noch die Luft anhalten, denn die Stadt hatte heute überall Gartenarbeit angeordnet und mir flog sämtlicher Dreck und Staub um die Ohren, macht sich gut wenn man klitsch nass ist. 

Auf Arbeit angekommen könnte ich eigentlich duschen gehen und mich ausruhen, na wenigstens gibt es Kaffee.
Es ist halt immer was los und ich kann meistens darüber lachen auch wenn es mich fordert und stresst. Das ist ein ganz normaler Morgen mit dem ganz normalen Wahnsinn wie ihn sicher jede Mama und jeder Papa erlebt. Unser Papa hat einen ähnlichen Wahnsinn wenn er das Kind wegbringt, bzw. abholt.
Es mag manchmal unorganisiert wirken, dabei ist es organisiert chaotisch.

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