Donnerstag, 26. Mai 2016

„Mama, dem seine Eltern haben eine Firma und sind reich“

Dieser Satz kommt immer mal von meiner Großen wenn es um ein bestimmtes Kind geht.
Auch das dieses Kind schon in der Grundschule. angeblich, sämtliche Technik wie Ipad oder Smartphone besaß spielte eine große Rolle in den Gedanken meiner Großen.
Ein anderes Kind hatte schon sehr früh einen Ipod und eigenen Computer im Kinderzimmer und auch das beschäftigte unsere Große sehr.
Mit beschäftigen meine ich nicht, dass sie uns ständig das vor hielt oder auch unbedingt alles haben wollte, aber das waren immer wichtige Punkte in ihrer Begründung warum gerade diese Kinder reich sind.




Ab wann ist man reich und welche Rolle spielt das?

Diese Frage stellte ich mir jedes Mal im Anschluss. Auf die Aussagen meiner Großen erwiderte ich dann immer, dass diese Gegenstände nicht unbedingt bedeuten, dass diese Familien reich sind, es kann auch sein, dass die Kinder manches auch einfach nur sagen und in Wirklichkeit all das gar nicht besitzen, ist alles schon vorgekommen.

Als Kind hatte ich auch so einige Wünsche und Vorstellungen auf die ich oft verzichten musste, weil es einfach nicht drin war.
Das fing an bei Kleidung, Spielzeug und hörte auf bei einem Ausflug zu Mc Donalds.
War es für andere Kinder ganz selbstverständlich am Wochenende mal mit ihren Eltern shoppen zu gehen, bei Mc Donalds zu essen und ins Kino zu gehen, gehörten diese Sachen bei uns zu ganz besonderen. Auf der einen Seite, weil es einfach nicht drin war und auf der anderen, denke ich, weil meine Mama auch anderes erzogen wurde oder aufgewachsen ist. Einfach mit dem Empfinden es gibt wichtigeres. Um dies genauer zu wissen müsste ich sie mal befragen.
Jedenfalls sicher gab es Momente in denen ich mir so einiges gewünscht habe, aber mir hat es an nichts gefehlt, ich wurde einfach nicht so überschüttet.

Bei meinen eigenen Kindern versuche ich dies beizubehalten nur etwas sorgloser. Das bedeutet wir gehen auch mal shoppen und das Kind darf sich etwas aussuchen, auch öfter als ich es als Kind erfahren habe und wir besuchen auch öfter Mc Donalds. Auch ein Handy bzw. Smartphone hat meine Große schon seit einer Weile, aber kein neues sondern ein altes von mir. An Technik hat sie einen Nintendo 3DS, den sie sich zu Weihnachten gewünscht hat und in den wir uns mit dem Rest der Familie rein geteilt hat. Auf unserem Familien Tablet oder Laptop darf sie auch mal spielen oder surfen, aber ein eigenes brauch sie noch nicht. Wir versuchen hin und wieder Ausflüge zu ermöglichen oder auch mal einen Kinobesuch.

Nun ist die Frage, sind wir arm, weil wir uns nicht alles leisten wollen und können?

Ich versuche Ihr jedes Mal zu erklären, dass es auch ein Reichtum ist ein Dach über dem Kopf und warmes Essen zu haben, das wir ein Auto haben und wenn sie mal etwas brauch für die Schule oder zum Anziehen, neue Schuhe oder Ähnliches das möglich ist.

„Die eine Freundin kann sich immer was kaufen“

In den Laden gehen und Süßigkeiten kaufen ist zur Zeit auch ganz groß. Ich weiß noch ich hab mir total gern mal einen Schokoriegel oder eine Zeitung gekauft, meistens aber nur wenn ich auf einer Familienfeier bei den Tanten und Onkels meiner Mutter die 5 Mark Stücke abgestaubt hatte. Wenn das Geld alle war, dann war es alle. Ein festes Taschengeld gab es bei mir nicht, später verdiente ich mir durch Zeitung austragen etwas in die Tasche.

Bei unserer Großen ist das Thema Taschengeld natürlich auch ganz wichtig, denn so erhält sie etwas Unabhängigkeit und kann sich nach der Schule tolle „schnulli“ Sachen kaufen.
Wie oft stand sie mit ihrem Taschengeldheft vor mir und forderte ihr Taschengeld ein und wie oft hatte ich nichts Bares zu Hause, weil ich mehr der Karten-zahl-Mensch bin, was ich auch nicht toll finde, aber na ja.
Da es mit dem regelmäßigem Taschengeld bei uns also nicht klappt, bekommt sie zwischen drin mal das Restgeld vom Bäcker oder sie darf sich eine Zeitung aussuchen. Gern sehen wir, dass sie etwas im Haushalt tut und sich eine kleine Belohnung somit verdient, denn wir Eltern gehen ja auch für unser Geld arbeiten.


Wie wichtig ist es den Kindern den Zusammenhang von Geld und Arbeit zu vermitteln? Schult sie das im Umgang mit Geld damit sie später keine Probleme bekommen?

Wie seht Ihr das? An wann ist man reich und brauch man wirklich jeden Kram, besonders als Kind? Und wie handhabt Ihr das mit dem Thema Taschengeld?

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